Kreativität und Mut

Kreativität ist das Fundament der herausragendsten Erfindungen und Ideen der Menschheit. In der Antike wurde kreative Schöpfungskraft und Inspiration göttlichem Eingreifen zugeschrieben. Heute bezeichnet das Forbes Magazin Kreativität als “Fähigkeit der Zukunft” (1). Doch woher nimmt ein kreativer Geist seine kühnen Ideen? Darüber haben wir mit Dr. Jeni Fulton (Executive Editor Art Basel) und Jeremy Tai Abbett (Google Creative Evangelist) gesprochen. Wie sich zeigt, braucht es vor allen Dingen eines: MUT.

Kreativität, der heilige Gral

„Die dritte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Wir müssen heute unser Wissen einsetzen, nicht unsere Hände.” setzt Dr. Jeni Fulton philosophisch an. Das bestätigt der Soziologe und Ökonom Jeremy Rifkin in seinem letzten Buch: „Wir befinden uns inmitten eines epischen Wandels, der unsere Arbeitswelt komplett verändern wird.“(2) In einem Zeitalter, in dem mehr und mehr Aufgaben von Maschinen und Robotern übernommen werden, differenziere sich der Arbeiter durch Ideen im Wettbewerb mit seinen Zeitgenossen, führt Dr. Jenni Fulton aus. „Früher galten Künstler und Schriftsteller als verrückt. Heute werden sie wie Gurus verehrt, als wäre Kreativität der heilige Gral.“

Die Suche nach dem heiligen Gral oder wie man Kreativität fördert

„Ich bin der Meinung, dass wir alle mit Kreativität geboren werden“, ist Jeremy Tai Abbetts erster Satz im Interview. Er verweist auf Schulen und Institutionen, in denen wir uns Wissen aneignen. Dabei sei es jedoch wichtig, sich nicht nur auf Noten zu fokussieren, stellt Jeremy klar. Unter renommierten Wissenschaftlern wie Edward de Bono oder Howard Gardner gilt Bewertungsdruck als Kreativitätsblockade, genauso wie Versagensangst (3). Dr. Jeni Fulton spricht aus eigener Erfahrung: „Die Professoren an meiner Universität haben mich in eine Position gebracht, aus der heraus ich das Selbstvertrauen hatte, unglaublich komplexe Probleme anzugehen.“

Kreativität und Mut

Damit kommt die Executive Editor der Art Basel zu einem wichtigen Punkt, den bereits Henri Matisse formulierte: “Kreativität braucht Mut”. Den Mut sich selbst und den Status Quo immer wieder in Frage zu stellen. „Dann wächst man über sich hinaus“, erklärt Jeremy Tai Abbett. Und Dr. Jeni Fulton ergänzt: „Erst wenn du deine Ansichten in Frage stellst, wirst du kreativ! Machst du weiter wie gehabt, produzierst du nichts Besonderes, sondern mehr vom Gleichen.“ Das sei jedoch nicht so einfach, wenn man in einer komfortablen Gesellschaft lebe, wie der unseren. Man müsse sich bewusst anstrengen, um Dinge anders anzugehen, kommentiert der Google Creative Evangelist.

Der Schlüssel zu kreativer Exzellenz

Dr. Jeni Fulton und Jeremy Tai Abotts bringen es auf den Punkt. Nach ihren Erfahrungen ist der Schlüssel zu kreativer Exzellenz:

• Den Status Quo in Frage stellen
• Kritisches Denken
• Perspektivenwechsel
• Unvoreingenommenheit
• Tatendrang
• Vielfalt

“Mit Vielfalt meine ich nicht nur Personen, sondern alles, was uns inspiriert und beeinflusst”, präzisiert Jeremy Tai Abbett.

Wir bei MCH Global leben Vielfalt (4) und sind stolz auf unser Team, dessen Mut und kreative Exzellenz sich in jedem Aspekt unseres Serviceangebots widerspiegelt. Mehr Details zu unserer Arbeitsweise und -philosophie finden Sie hier (5).

Referenzen

1. “Creativity Is The Skill Of The Future” by Anna Powers, Forbes.com
2. Jeremy Rifkin: Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft. Das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus. Campus-Verlag, Frankfurt/New York 2014
3. Cordelia Hagi: Kreapinktiv: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Cameo-Verlag, Bern 2014