Eine Agentur muss wie ein Schweizer Sackmesser sein

Mit Chris de Abreu und Kathrin Morlock von MCH Global diskutieren wir über Erlebnismarketing in Zeiten der Aufmerksamkeitsökonomie. Sie sind top informiert, bestens vernetzt, ständig online und nicht leicht zu beeindrucken: Konsumentinnen und Konsumenten stellen sowohl Agenturen wie auch deren Kunden vor grosse Herausforderungen. Gefragt sind «Next Generation Experiences», nämlich authentische Erlebnisse anstatt digitaler Anzeigen, die sie ganz einfach überspringen oder blockieren können. Menschen identifizieren sich nicht mit der Marke, die am lautesten schreit, sondern mit derjenigen, die ihnen den grössten Mehrwert bringt. Hier setzt Erlebnismarketing an: Es verbindet Produkt, Marke und positive Assoziationen zu einer ganzheitlichen Erfahrung – mit Langzeitwirkung.

Markenbotschaften als Erlebnisse

Chris de Abreu, Executive Creative Director bei MCH Global, war lange in Übersee und Grossbritannien tätig, bevor er die kreative Leitung der Schweizer Niederlassung übernahm. Er ist überzeugt, dass wir in Europa einen neuen Ansatz brauchen – und eine andere Sichtweise: «Was für Marken zählt, sind Geschichten und Erlebnisse, die für ihre Zielgruppen relevant sind und ihnen einen Mehrwert bieten. Markenbotschaften müssen zu Erlebnissen werden, zu Wow-Momenten, die einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen.»

 

«Next Generation Experiences»: Wissen, was kommt

Der dynamische Markt macht es Unternehmen und Agenturen allerdings nicht leicht: «Unsere Kunden sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, dass sie eigentlich ihrer Zeit voraus sein müssen, um ihren Zielgruppen überraschende Erlebnisse bieten zu können», weiss Managing Director Kathrin Morlock. Hier kommt MCH Global ins Spiel: Dank dem internationalen Netzwerk, Niederlassungen auf vier Kontinenten und vielen Talenten unter dem gemeinsamen Dach erkennt das Kreativteam der Agentur Trends und Themen früh, sprich vor dem Hype. Zu wissen, was kommt, bevor es alle Welt weiss, ist entscheidend: «Wer wirklich die Nase vorn haben will, muss Trends setzen, anstatt ihnen zu folgen.»

«One Stop Shop»: Erlebnismarketing aus einer Hand

Mit Reflection Marketing und Expomobilia vereint MCH Global eine geballte Ladung Know-how und Erfahrung unter einem Dach. «Als ‚One Stop Shop’ verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz», so Kathrin Morlock. «Wir decken die ganze Palette ab, von der Kreation über die Umsetzung bis hin zur Erfolgsmessung. Für unsere Kunden heisst das: Sie bekommen den ganzen Kuchen – und nicht nur ein Stück davon. Und was ebenfalls ganz wichtig ist: Wir reduzieren die Komplexität, indem wir den Kunden als Ansprechpartner für sämtliche Belange zur Verfügung stehen – digital, offline, global vernetzt und auf allen Plattformen. Komplexität hat der Kunde in seinem eigenen Unternehmen nämlich schon genug. Da braucht er nicht auch noch eine komplizierte Agentur.»

Agil und breit aufgestellt

Und welche Kompetenzen sind nun die wichtigsten, die eine Agentur den Kunden bieten muss? Chris de Abreu: «Eine Agentur muss wie ein Schweizer Sackmesser sein. Damit kannst du praktisch jedes Problem spielend lösen. Auf die Agentur übertragen, heisst das: Sie muss agil und breit aufgestellt sein. Ich zum Beispiel komme von der kreativen Seite, muss aber alle anderen Seiten des Projekts ebenso kennen: Strategie, Projektmanagement, Produktion, Account-Management. So stellen wir sicher, dass wir unsere Kunden auf der gesamten Customer Journey begleiten und maximale Wirkung aller Aktivitäten erzielen können.»

«Was der Kunde will, ist nicht linear»

Der 360-Grad-Ansatz mit einem einzigen Ansprechpartner für den Kunden setzt voraus, dass alle nötigen Kompetenzen in der Agentur vorhanden sind. Für Chris de Abreu ist klar: «Du musst offen sein und über eine breite Palette an Skills verfügen, die du je nach Projekt flexibel einsetzen kannst. Was der Kunde will, ist nicht linear. Was wir ihm bieten, sollte also ebenfalls nicht linear sein.»