Bob Klenk: Die Rolle von Szenografie im Experience Marketing

Szenografie gilt als “die Kunst einen Raum zu inszenieren”. Dabei erleben die Besucher den Raum nicht nur visuell, sondern mit all ihren Sinnen. Sie sehen, hören, tasten, riechen und schmecken.(1) Ursprünglich waren es Theaterstücke, die in Szene gesetzt wurden. Heute gestalten Szenografen auch Ausstellungen in Museen, Szenen für TV und Kino sowie die Live-Kommunikation von Marken. Bei MCH Global ist Head of Studio Bob Klenk für das Team der Szenografen verantwortlich. Er erklärt im Interview die Rolle der Szenografie im Experience Marketing.

Von der Bühne zur Live-Experience

Bob Klenk hat ganz klassisch Theater-Bühnenbild studiert und sieht grosse Ähnlichkeiten zwischen Bühne und Live-Experience: “Wenn man für das Theater designt, hat man erstmal nur Text. Wir haben den Inhalt einer Marke, den wir visuell inszenieren und somit greifbar und erlebbar machen. Unsere Tätigkeit unterscheidet sich bis auf die Technik und den Kontext kaum von der am Theater.”

Teamwork

Die Szenografen von MCH Global sitzen bei jedem Projekt von der ersten Stunde an als Teil des Kreativ-Teams am Tisch. Es werden Ideen entwickelt und Inhalte ausgearbeitet. Die Visualisierung entsteht parallel zum Content. Am Ende darf das eine nicht das andere dominieren, es muss eine Einheit entstehen. “Man kann nur dann eine stringente Geschichte erzählen, wenn alles aus einem Guss kommt. Das ist uns bei MCH Global extrem wichtig”, erklärt der Head of Studio.

Szenografie als visuelle Sprache

Die Szenografie sei wie eine visuelle und emotionale Sprache, so Bob Klenk. Diese bedient sich verschiedener Elemente. Materialien, Beleuchtung, Klang und Geschmack kombiniert die Szenografie je nach Marke so, dass ein explizites Gefühl dafür entsteht, zu wem dieser Raum gehört.

Bob Klenk ist überzeugt: “Das Ziel haben wir dann erreicht, wenn wir die Essenz der Marke über konsistentes Storytelling zum Leben erwecken. Wenn wir nicht mit lauten oder schreierischen Räumen ablenken, sondern den Inhalt für sich selber sprechen lassen und die Leute durch eine Erlebnisreise führen.“

‘The Blue Room’ Baselworld 2020+: reelle ‘Virtual Reality’

Für Bob Klenk ist der Case Blue-Room für die Baselworld 2020+ ein gutes Beispiel für ein gelungenes Setdesign: “Wir haben eine reelle ‘Virtual Reality’ geschaffen. Der Besucher wurde persönlich empfangen und einen Gang entlang geführt, der bereits in die einzigartige Atmosphäre eintauchen liess. Am Ende des Ganges trat der Besucher auf eine Aussichtsplattform. Um diese herum bog sich ein gigantischer Bildschirm in Form eines Halbkreises. In wenigen Sekunden tauchen die Besucher in die Welt der zukünftigen Baselworld ein und werden auf eine Achterbahn von Eindrücken und Erlebnissen mitgerissen.

Next Generation Live Marketing und Szenografie

Zu Beginn seiner Karriere sei es bei der Szenografie mehr ums Dekor von Events gegangen, meint Bob Klenk. Dabei war die Devise: “Viel Licht, viel Laser, viel von allem.” Das habe sich fundamental geändert. Heute sieht Bob Klenk vor allem einen Trend, den zum “Ehrlichen”. Provokant sagt er im Interview: “Cut the crap. Die Live Experience soll eine Real-Live-Experience sein, die die Brand erlebbar und erfahrbar macht, Emotionen weckt und eine Bindung zwischen den Menschen und der Marke schafft.”

Wir bei MCH Global sind stolz auf unser Szenografie-Team, das ebensolche “echten” Markenerlebnisse in Szene setzt. Lassen Sie sich von der eindrucksvollen Arbeit von Bob Klenks Team inspirieren und werfen Sie einen Blick in unser Portfolio.

Bob Klenk hat in London an der renommierten Motley Theater Design School Theater-Bühnenbild studiert. Danach macht sich der Experience Evangelist selbstständig und spezialisiert sich auf Events. Seine Firma geht 2008 in MCH Global (zum Zeitpunkt Rufener Events) auf. Seitdem leitet Bob Klenk das Team der Set Designer der Agentur, wie die Szenografie-Experten auch genannt werden.